Im Jahre 1996 wurde Renault erneut privatisiert.
Gleichzeitig revolutionierte das Unternehmen den gesamten europäischen LKW-Markt mit der Einführung der Bauserie „AE“. In diesem Fahrzeug hatte der Fahrer durchgehend ebenen Boden und eine angenehme Stehhöhe, was als sehr angenehm empfunden wurde. So orientierten sich auch bald andere Hersteller wie Daimler Chrysler oder MAN an dieser Bauweise.
Als das Unternehmen 1998 hundert Jahre alt wurde, nahm Renault pünktlich zu den Feierlichkeiten sein neues Technikzentrum in Guyancourt bei Paris in Betrieb. In dem rund 6,4 Milliarden Francs teuren „Technocentre“ versammelte man die gesamten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten des Unternehmens. Im selben Jahr lief auch mit dem Kangoo eins der neusten Renault-Modelle vom Band. Er wurde als Nachfolger des R4 gehandelt und bildete ebenso schnell eine Fangemeinde um sich herum. Das besondere an ihm war die Kompaktwagenplattform in Verbindung mit einer Hochdach-Karosserie. Später wurde er auch noch mit seitlichen Schiebetüren ausgerüstet und taucht in der Presse oft als der Begründer dieser Klasse auf.
Am Ende der 80er Jahre wurde bei Renault eine sogenannte Internationalisierungsstrategie beschlossen, die besonders am Ende der 90er ausgeübt wurde. So gab es z.B. eine strategische Allianz mit Nissan, außerdem wurden die Unternehmen Dacia in Rumänien und Samsung in Korea übernommen. Mit Dacia versucht Renault nun, den Osteuropäischen Markt und Schwellenländer mit hohem Wachstumspotenzial zu erschließen. Bei Samsung will das Unternehmen je eine an die Bedürfnisse des koreanischen Marktes angepasste Renault- und Nissan- Fahrzeugpalette einführen.
2001 löste der Claim „Renault. Créateur d‘automobiles” seinen 15 Jahre währenden Vorgänger „Autos zum Leben” ab. Damit signalisierte das Unternehmen einen Start in eine neue Ära, in der nicht nur Autos gebaut werden, sondern auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmte und zugleich eigenständige Automobile kreiert werden sollen.