Die Mitte des Jahrhunderts

Im Zweiten Weltkrieg passte sich Renault mal wieder der Lage an und produzierte Lastwagen für die deutsche Armee. Allerdings waren ihre Produktionswerke aus dem Grund auch im März 1942 Angriffsziele der Alliierten und die Produktion kam kurz zu Erliegen. Louis Renault wurde außerdem von seinen Landsmännern die Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten vorgeworfen und kam ins Gefängnis. Die Renaultwerke wurden deshalb 1945 dem französischen Staat übereignet und Pierre Lefaucheux wurde zu Generaldirektor ernannt. Nach dem Wiederaufbau beschränkte sich die Automobilproduktion erst mal auf den Renault 4CV. Bis zur Produktionseinstellung im Jahr 1961 verkaufte Renault über 1,15 Millionen Fahrzeuge dieses Typs.

Die Zielgruppe des Konzerns ist nun das Volk, deshalb setzte Renault in den 60er Jahren die bezahlte dritte und vierte Urlaubswoche durch. Außerdem wurden preiswerte Wagen wie der Renault R16 und der Renault R4 produziert, welcher in der Studentenbewegung zu einem Kultobjekt wurde. Da das Unternehmen schon damals viel exportierte, konnte es nicht nur in Frankreich sondern in ganz Europa die meisten Zulassungen verzeichnen. In den folgenden Jahren expandierte Renault unaufhörlich.

Auch technisch setzte Renault mit der Eröffnung eines neuen Werkes in Douai wieder neue Maßstäbe. Durch moderne und innovative Fertigungsmethoden, eine hohe Automatisierung und eine vorbildliche Ökonomie wurde Renault in den 70er Jahren zu einem der größten Hersteller des Kontinents.

1985 steckte Renault in der Krise. Das Unternehmen kämpfte schon seit Jahren gegen den Rückgang der Produktionszahlen und nun wurde die gesamte Kraft auf neue Produkte gesetzt. Es wurden Wagen wie der Renault 25 und der Espace hergestellt, welcher der erste Minivan Europas war. Als schließlich auch der Renault 19 produziert wurde, konnte wieder Gewinn verzeichnet werden. Gerade als es wieder bergauf ging, traf Renault ein weiterer Schlag, der französische Chef wurde von Terroristen erschossen. Trotzdem erwirtschaftete der Konzern 1987 einen Gewinn von mehreren Milliarden Francs.

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